Bericht aus der Bezirksvertretung im September 2020

Neubauten beim Gymnasium Gerresheim

Die Aula am Poth ist nicht nur für die Schule wichtig, sondern auch die einzige Veranstaltungshalle im Stadtbezirk und in die Jahre gekommen. Bereits 2019 hatte die Bezirksvertretung die Mittel für die Sanierung freigegeben. Da gleichzeitig die Sporthallenkapazitäten für die Umstellung auf G9 ausgeweitet werden müssen, wurden beide Projekte zusammengefasst und die IPM mit der Planung betraut. Bei der Bestandsaufnahme fanden sie eine Haustechnik mit großen Museumswert und einer Restnutzungszeit von minus zehn Jahren. Deswegen soll nun Aula und die zwei alten Sporthallen abgerissen werden. Am Lehn soll dann eine Aula entstehen, die wie die alte für knapp 600 Menschen ausgelegt ist. Daneben kommt die neue Dreifachsporthalle mit Tribüne und Gymnastikraum. Darüber werden noch zwei Musikräume und ein Tonstudio errichtet. Der Schulhof erhält zusätzlich ein Außensportfeld. In das Gebäude nördlich daran anschließend zieht die Jugendfreizeitstädte in dem Souterrain. Jetzt beginnt die Detailplanung, anschließend kommt die Bauzeit von dreieinhalb Jahren, die in mehreren Abschnitten unterteilt wird beginnend mit der Aula.

 

Bauanträge

Einstimmig beschlossen wurden die folgenden Bauanträge:
– Neubau eines II-geschossigen Erweiterungsbau für die Förderschule am Lohbachweg.
– 14 III-geschossige Wohngebäude mit 86 Wohnungen an der Pirnaer Straße
– 5 IV-geschossige Wohngebäude mit 81 Wohnungen für Senioren und 28 für Pflegepersonal und Auszubildende sowie einer Tagespflegeeinrichtung an der Torfbruchstraße Ecke Cottbusser Straße.

Haushaltmittel

Einstimmig beschlossen wurde die Verwendung von Haushaltsmittel für
– Fahrradständer Gymnasium Gerresheim 14.000
-Picknicktische Ferdinand-Heye-Schule 5.500
– neue Türen und Schallschutzgutachten KGS Unter den Eichen 26.000 Euro
– Kleinkindrutsche und Bodenarbeiten Spielplatz Gerricusstraße 8.000 Euro
– Kleinkindrutsche Spielplatz Dreherstraße 6.000 Euro

Fußgängerampel

Einstimmig beschlossen wurde der SPD-Antrag auf der Heyestraße Ecke Hatzfeldstraße eine Fußgängerbedarfsampel aufzustellen. Der Antrag der FDP auf der Glashüttenstraße eine Mittelinsel und ein Zebrastreifen einzurichten, wurde zurückgezogen, da für einen Zebrastreifen der Verkehr zu stark ist und da eine Fußgängerampel bereits Beschlusslage ist. Die Verwaltung hat diese auch zugesagt, allerdings erst, wenn die Prüfung der Verlängerung der 705 bis Gerresheim S-Bahnhof abgeschlossen ist. Die Bezirksvertretung erneuerte den Beschluss, allerdings mit dem Zusatz, dass das Ergebnis der Prüfung 705 nicht abgewartet werden soll.

Barrierearme Pflasterung in der Fußgängerzone

Die SPD beantragte, die Fugen im Pflaster der Fußgängerzone in Gerresheim so zu verfüllen, dass es problemlos mit Rollatoren, Rollstuhl und Kinderwagen genutzt werden kann, aber auch dem Denkmalschutz gerecht wird. Bei den Grünen gab es Zweifel, ob tatsächlich notwendig ist, das gesamte Pflaster barrierearm zu gestalten. Nachdem Herr Kocyk vom Behindertenbeirat und Frau Meister vom Seniorenbeirat den Antrag ausdrücklich begrüßten, wurde der Antrag einstimmig angenommen.

Gaslaternen

Die CDU beantragte, dass in der Regenberger- und Dornaper Straße die Behelfsbeleuchtung durch historische Gaslaternen ersetzt wird. Elke Fobbe (SPD) wies darauf hin, dass es auch an anderen historisch bedeutsamen Straßen, wie z.B. der Heckteichstraße provisorische Leuchten stehen und die Bezirksvertretung gerade erst in diesem Jahr einstimmig die Vorgehensweise für den Erhalt bzw. Erneuerung der historischen Laternen beschlossen haben. Deswegen wurde einstimmig beschlossen, dass die drei Straßen im vereinbarten Verfahren zeitlich nach vorne priorisiert werden sollen.

Benderstraße

Nach dem Dooring Unfall auf der Benderstraße, brachten die Grünen einen Dringlichkeitsantrag ein, die Fahrradpiktogramme auf der Straße zu entfernen und in ausreichend Abstand von den parkenden Autos zu erneuern. Diesen Antrag hatten sie schon 2017 gestellt. Damals hatte die Verwaltung ihn als zu teuer abgelehnt, da durch das Entfernen der Piktogramme die Fahrbahn zerstört werde. Die CDU brachte die Idee ins Spiel, den gesamten Streifen auf beiden Seiten rot zu färben. Frau Wienhold von der Polizei berichtete, dass 2019 zwei Fahrradunfälle im Zusammenhang mit Autotüren auf der Benderstraße passierten. Um diese Situation zu entschärfen, beschloss die Bezirksvertretung einstimmig, beide Ideen von der Verwaltung bis zur nächsten Sitzung im November prüfen zu lassen.